AllianzGI Dividendenstudie 2026
454 Mrd. Euro – Dividendenauszahlungen nehmen in Europa 2026 weiter zu
- Anstieg der Dividendenauszahlungen in Europa um 4 % für 2026 prognostiziert
- Weiter zunehmende Dividendenauszahlungen im Finanzsektor erwartet, rückläufige Zahlungen im Bereich Consumer Discretionary
- Allianz Global Investors Dividendenstudie 2025 verdeutlicht die Bedeutung von Dividenden als „zweites Einkommen“ und wichtiger Renditebestandteil
14.01.2026 | Für das Jahr 2026 dürften sich Investoren über weiterhin steigende Dividendenauszahlungen in Europa freuen. Lagen die ausgeschütteten Dividenden der Unternehmen im STOXX Europe 600 im Kalenderjahr 2025 noch bei rund 437 Mrd. Euro, könnten sie Berechnungen von Allianz Global Investors (AllianzGI) zufolge1 für das Jahr 2026 bei rund 454 Mrd. Euro liegen. Das entspricht einer Steigerung in Höhe von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Die im STOXX Europe 600 enthaltenen deutschen Unternehmen könnten in 2026 rund 58 Mrd. Euro an Dividenden zahlen, eine leichte Steigerung von 3 % gegenüber dem Vorjahr (56 Mrd. Euro).
Die erwartete Dividendenrendite, also die prozentuale Ausschüttung bezogen auf den aktuellen Kurs einer Aktie, folgt dem Trend der steigenden Dividendenzahlungen. Für die im STOXX Europe 600 enthaltenen Unternehmen könnte sie in diesem Jahr auf 3,2 % ansteigen2, etwa auf das Niveau 15-jähriger deutscher Staatsanleihen. Für die im STOXX Europe 600 enthaltenen deutschen Unternehmen ist für 2026 mit einer Dividendenrendite von 2,8 % zu rechnen. Im europäischen Ranking könnte Norwegen hier mit 5,8 % erwartete Dividendenrendite den Spitzenplatz für 2026 einnehmen.
AllianzGI Dividendenstudie 2026: Dividenden als wichtiger Renditebestandteil und „zweites Einkommen“
Dividenden haben einen – oft noch immer unterschätzten – Anteil an der Gesamtrendite einer Aktienanlage und sind ideal für ein „2. Einkommen“, wie die Allianz Global Investors Dividendenstudie 2026 erneut zeigt. Über den gesamten Zeitraum der letzten 40 Jahre wurde die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage für den MSCI Europe zu knapp 39 % durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen. In Nordamerika (MSCI Nordamerika) bzw. Asien-Pazifik (MSCI Pazifik) wurde die Gesamtperformance zu knapp 21 % bzw. etwas mehr als 49 % durch die Dividende bestimmt.
„Dividenden bringen durch ihren Beitrag zur Gesamtrendite und die Ausschüttungspolitik der ruhigen Hand auch Stabilität in das Portfolio. Gleichzeitig weisen Portfolien aus Unternehmen mit höheren Ausschüttungsquoten eine geringere Volatilität auf als Portfolien aus Aktien mit niedrigen Ausschüttungsquoten,“ sagt Dr. Hans-Jörg Naumer, Autor der Dividendenstudie und Leiter Kapitalmarktanalyse bei AllianzGI. Mit Blick auf die Sektoren zeigt sich anhand der Berechnungen, dass Portfolien mit den 25 Prozent der höchsten Dividendenzahler sowohl beim STOXX Europe 600 als auch beim S&P 500 einen deutlich höheren Anteil an Versorgern, Telekommunikation und nicht-zyklischen Konsumgütern haben. Portfolien mit den 25 Prozent der niedrigsten Dividendenzahler hingegen sind stärker in Technologie, Finanzen, zyklischen Konsumgütern und Energie investiert.
Dividendenzahlende Unternehmen neigen zudem zu einer stabilen, eher sogar auf Anhebung orientierten Dividendenpolitik. Mit Blick auf die letzten 20 Jahre im STOXX Europe 600 wird deutlich, dass die überwiegende Zahl der Unternehmen zu Dividendenanhebungen gegenüber dem Vorjahr tendierte. Der deutlich kleinere Teil der Unternehmen nahm Senkungen vor. Dr. Hans-Jörg Naumer betont: „Durch ihre stetige Entwicklung und ihren merklichen Anteil an der Gesamtrendite eigenen sich Dividenden, um damit ein zweites Einkommen aus Kapital zu erzielen. Ein zusätzliches Kapitaleinkommen, dass dann z.B. für die Ausbildung der Kinder, als zusätzliches Urlaubsgeld oder für die dritte Lebensphase genutzt werden kann – das ist gerade in Zeiten hoher, disruptiver Veränderungen entscheidend.“
Die vollständige Dividendenstudie 2026 ist hier zu finden.
Zu frei nutz- und bearbeitbaren Grafiken der Studie geht es hier.
1 Eigene Analyse basierend auf Daten von Jefferies, Morgan Stanley, JP Morgan, UBS und Kepler. Hinweis: Zum Jahr 2026 greift AllianzGI bei der jährlichen Berechnung der Dividendenentwicklung nicht mehr auf den MSCI Europe, sondern auf den STOXX Europe 600 zurück.
2 Eigene Analyse basierend auf Daten zum 30 November 2024 von Jefferies, Morgan Stanley, JP Morgan, UBS, Barclays und Kepler.
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